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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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115,15 € |
+3,35 € |
+2,91 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006599905 |
659990 |
- € |
- € |
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Merck KGaA halten 26.10.2001
Consors Capital
Der Analyst Klaus Niedermeier von Consors Capital belässt das Rating für die Aktie Merck KGaA (WKN 659990) auf "halten".
Die Merck KGaA habe am 25. Oktober 2001 ihre Zahlen für das 3. Quartal veröffentlicht. Merck habe die Erwartungen des Marktes sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertreffen können.
Inklusive der einmaligen Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an Pharmaceutical Resources weise die Merck KGaA ein Ergebnis nach Fremdanteilen in Höhe von 352,1 Mio. Euro aus. Dies entspreche einem Gewinn je Aktie von 2,05 Euro.
Den Umsatz habe die Merck KGaA im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% steigern können (organisch +15%, FX-Effekte –1,5%, Akquisitionen –0,2%). Wachstumstreiber seien zum einen der US-Markt (+28,7%) und zum anderen die Pharma-Sparte (+23%) gewesen. Innerhalb der Pharma-Sparte sei die Produktfamilie Glucophage wieder mit Abstand am erfolgreichsten gewesen.
Inklusive der Umsätze der Lizenznehmer sei der Umsatz um 42% auf 831,0 Mio. Euro angestiegen (Januar bis September). Auch der Bereich der Generika habe sich positiv entwickelt (3. Quartal: +34% auf 265 Mio. Euro). Zu dieser Entwicklung hätten neben der erfolgreichen Markteinführung von Fluoxetin (Antidepressivum) in den USA auch die regionalen Entwicklungen auf den Märkten in Frankreich, Spanien, Portugal und Belgien beigetragen.
In der Labor-Sparte habe der Bereich Labordistribution seinen Umsatz um 13,7% auf jetzt 700,5 Mio. Euro steigern können. Der bereits seit Monaten im Raum stehende Börsengang dieses Bereiches sei für Ende 2002 angedeutet worden. Der Analysten rechne jedoch eher damit, dass er sich bis in das Jahr 2003 verschieben werde. Der Bereich der Laborprodukte habe seinen Umsatz um 1,7% auf 141,5 Mio. Euro steigern können.
Für die Spezialchemie-Sparte sei das 3. Quartal nicht berauschend gewesen. Bedingt durch das eingetrübte Marktumfeld habe die Sparte sogar einen Umsatzrückgang von 0,5% hinnehmen müssen. Noch schlechter habe sich das operative Ergebnis entwickelt. Dieses sei um 65% auf 24,2 Mio. Euro gefallen. Allerdings sei in diesem Rückgang auch eine einmalige Abschreibung beim Vorratsvermögen in Höhe von rund 20 Mio. Euro enthalten. Ohne diesen Betrag läge der Rückgang bei ca. 30%.
Auch wenn die Merck KGaA in diesem Jahr das beste Ergebnis ihrer 333-jährigen Firmengeschichte erzielen sollte, so sei die nähere Zukunft doch durch einige Unsicherheitsfaktoren belastet. Neben der allgemeinen weltwirtschaftlichen Lage, die auch in den kommenden Monaten den bereich der Spezialchemie belasten sollte, sei vor allem das Risiko durch das Auftreten von generischer Konkurrenz für das Diabetes-Produkt Glucophage zu nennen.
Nach Informationen der Analysten würden mindestens 12 Anbieter auf die Erlaubnis der FDA warten, in den Markt eintreten zu dürfen. Dies sollte neben deutlichen Umsatzeinbußen auch zu geringeren Margen führen. Der genaue Termin für die Freigabe stehe allerdings noch aus. Jeder Tag, der frei von generischer Konkurrenz sei, wirke sich positiv auf die Umsätze von Merck und den US-Vertriebspartner Bristol-Myers Squibb aus.
Aufgrund des sehr guten 3. Quartals hätten die Analysten ihre Gewinnschätzung für das aktuelle Geschäftsjahr nach oben genommen. Nach 2,13 Euro (ohne Sondereffekte) zuvor, gehe man jetzt von einem Gewinn in Höhe von 2,28 Euro bzw. 3,65 Euro (inkl. Sondereffekte) aus. Auf Basis des DCF-Modells ergebe sich ein fairer Wert je Aktie in Höhe von 50,05 Euro.
Trotz des sich hieraus errechenbaren Kurspotenzials von über 20% belässt der Analyst von Consors Capital seine Empfehlung aufgrund des zur Zeit unsicheren Ausblicks bei "halten".
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